Reutlinger General-Anzeiger (GEA) zahlt Mindesthonorar erst nach Klage

Der Reutlinger General-Anzeiger (GEA) zahlt freien hauptberuflichen Journalisten seit Jahren zu wenig Honorar. In meinem Fall fehlten durchschnittlich 40 Prozent des Mindestbildhonorars. Das Fotomosaik zeigt den GEA-Verleger Valdo Lehari in einer Montage aus tausenden Fotos, die ich seinerzeit als freier Journalist für den Reutlinger General-Anzeiger produziert habe. Symbolisch wurden 40 Prozent des Bildes (weißer Einschnitt) einbehalten. Tübingen 2012/2016. Fotos und Montage: Martin Schreier
Der Reutlinger General-Anzeiger (GEA) zahlt freien hauptberuflichen Journalisten seit Jahren zu wenig Honorar. In meinem Fall fehlten durchschnittlich 40 Prozent des Mindestbildhonorars. Das Fotomosaik zeigt den GEA-Verleger Valdo Lehari in einer Montage aus tausenden Fotos, die ich als freier Journalist für den Reutlinger General-Anzeiger produziert habe. Symbolisch wurden 40 Prozent der Bildfläche einbehalten. Tübingen 2012/2016. Fotos und Montage: Martin Schreier

VON MARTIN SCHREIER  (Tübingen im April 2016)

Viele deutsche Zeitungsverlage bringen ihre freien hauptberuflichen Journalisten um beträchtliche Teile ihres wohlverdienten Honorars. Ein Betroffener über seine Erfahrungen mit dem Reutlinger General-Anzeiger. (Den kompletten Text als PDF downloaden)

Das Wichtigste in Kürze

Der Reutlinger General-Anzeiger (GEA) verstößt seit Jahren gegen geltendes Recht, indem er die Mindesthonorarvorgaben der gemeinsamen Vergütungsregeln missachtet und hauptberuflich freie Journalisten um Teile ihres Honorars prellt. Nachdem auf dem Verhandlungsweg kein Einlenken erreicht werden konnte, habe ich mich 2014 mit juristischen Mitteln gewehrt. Mein Vorgehen ist ein Jahr später mit einem gerichtlich protokollierten Vergleich und einer ansehnlichen Honorarnachzahlung abgeschlossen worden: Gemessen an den Vergütungsregeln für Tageszeitungen, musste der GEA für die Jahre 2011 bis 2014 fast ein Fünftel des Mindesthonorars nachzahlen – bezogen auf Bildhonorare sogar etwas über vierzig Prozent. Nach meiner Klage bekam ich vom GEA keine Aufträge mehr. Offenbar haben freie Journalisten nur die Wahl zwischen Honorarverzicht und Jobverlust. Das muss sich ändern.

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