Stellungnahme von Chris Kühn

Gerade in der derzeitigen Situation, wo Medien wieder zur Zielscheibe von Politikverdrossenheit sowie Demokratie- und Fremdenfeindlichkeit werden, brauchen wir guten und investigativen Journalismus dringender denn je. Gegen „Lügenpresse“-Rufe und Hatespeech helfen nur Aufklärung und fundierte und unaufgeregte Berichterstattung. Wenn in den Sozialen Medien die Grenzen zwischen Nachrichten, subjektiven Meinungsäußerungen und vorgefiltertem Newsfeed verschwimmen, muss der klassische Journalismus dagegen halten. Diese Verantwortung ist enorm und deshalb sollte es selbstverständlich sein, dass guter Journalismus auch fair bezahlt wird.
Deswegen braucht es dringend verbindliche Vergütungsregeln, an die die Verlage sich halten müssen. Freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dürfen nicht durch den Entzug von Aufträgen bestraft werden, wenn sie eine faire Vergütung einfordern. Die Politik muss gesetzliche Lösungen finden, die freien Journalistinnen und Journalisten an dieser Stelle gegenüber ihren Auftraggebern zu stärken.

Chris Kühn, Mitglied des Deutschen Bundestages, Bündnis 90/Die Grünen, in seiner Stellungnahme zur Honorarsituation von hauptberuflich freien Zeitungsjournalisten für verguetungsregeln.wordpress.com

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