Kommentar zu „Nicht für jeden Preis“

Das im M-Magazinbeitrag „Nicht für jeden Preis“ erwähnte Verbandsklagerecht hat mittlerweile Eingang ins Urheberrechtsgesetz (UrhG) gefunden. Allerdings ist ein Verbandsklagerecht ohne Verbandsauskunftsrecht reine Kosmetik. Was nützt dieses Recht, wenn für den beklagten Verlag im Zuge einer Verbandskage sichtbar wird, wer die Klage (eigentlich) initiiert hat. So sind auch künftig Freie dem Risiko ausgesetzt, von den Verlagen sanktioniert zu werden, wenn sie ihr rechtmäßiges Honorar fordern.

Ich lade alle freien hauptberuflichen Zeitungsjournalisten, die auf Basis von §32 UrhG (angemessene Vergütung) und den Gemeinsamen Vergütungsregeln eine Honorarklage gegen einen Zeitungsverlag angestrengt haben, ein, mit mir in Kontakt zu treten. Auf der Seite https://verguetungsregeln.wordpress.com/ sammel ich entsprechende Erfahrungsberichte – auf Wunsch auch anonymisiert. Wenn wir in der nächsten Legislaturperiode mehr erreichen wollen, müssen wir uns vernetzen, mit unseren Erfahrungen in die Öffentlichkeit gehen und uns in der Politik stärker Gehör verschaffen als die Verlegerlobby, die eine Stärkung der Urheber weitgehend verhindert hat.

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