BDZV kündigt Gemeinsame Vergütungsregeln

Der Bund Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hat laut Pressemitteilung vom 27.02.2017 die Gemeinsamen Vergütungsregeln (GVR) für hauptberuflich freie Journalisten an Tageszeitungen gekündigt. Anlass soll das in der Urheberrechtsnovellierung enthaltene Verbandsklagerecht sein. „Dieses ersetze die GVR als Maßstab für die Ermittlung angemessener Honorare und werde künftig Grundlage eines zwingenden und unflexiblen Vertragsregimes, unter dem die Mitgliedsunternehmen ihre Vereinbarungen mit freien hauptberuflichen Journalisten schließen müssten“, so gibt die Pressemitteilung den Vorsitzenden des Sozialpolitischen Ausschusses des BDZV, Georg Wallraf, wieder. Der BDZV sei aber weiter gesprächsbereit.

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Schlussfolgerungen aus der Honorarklage gegen den Tagblatt Anzeiger

Verlag und Gericht haben unserer Ansicht nach in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich zur Abwertung und zum Ausverkauf journalistischer Arbeit beigetragen.

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Analyse des Verfahrens gegen den Tagblatt Anzeiger

Einordnung und Bewertung

Wir haben nachgerechnet, welche Auswirkungen es gehabt hätte, wenn die Richter ihre Bewertungen und Einschätzungen direkt angewandt hätten.

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Verhandlung einer Honorarklage gegen den Tagblatt Anzeiger

Hausschild, Landgericht Stuttgart, Zivilgerichtssäle, Werastraße 4, Stuttgart 2016. Foto: Martin Schreier
Landgericht Stuttgart, Zivilgerichtssäle, Werastraße 4, Stuttgart 2016. Foto: Martin Schreier

Dienstag, 8. November 2016, Tag des Gerichtstermins

Die 17. Zivilgerichtskammer des Landgerichts Stuttgart tagt in einem Ausweichquartier in der Werastraße 4. Der Verhandlungssaal ähnelt einem Behördenbüro. Das Mobiliar ist einfach und in die Jahre gekommen. Vorm Fenster und mit Tageslicht im Rücken sitzen die Richter. … Weiterlesen

„Nie wieder für ein Anzeigenblatt“

Tagblatt Anzeiger. Foto: Martin Schreier
Tagblatt Anzeiger. Foto: Martin Schreier

Seit rund 18 Jahren arbeitet sie als Journalistin. Fünf davon als hauptberuflich Freie für den Tagblatt Anzeiger (TA). In dieser Zeit schrieb sie mehrere hundert Artikel (Berichte, Reportagen, Interviews) und lieferte Fotos in ähnlicher Größenordnung. … Weiterlesen

Kräftige Abschläge für freie Journalisten von Anzeigenblättern

Auf welche Honorarsätze haben freiberufliche Journalisten gegenüber Anzeigenblättern Anspruch? Gelten die Gemeinsamen Vergütungsregeln für hauptberufliche freie Journalisten von Tageszeitungen auch bei Anzeigenblättern? Nicht direkt. Das zeigen zwei Verfahren an den Landgerichten in Düsseldorf und Stuttgart. Beide ziehen die Vergütungsregeln zwar zur Orientierung heran – halten aber kräftige Abschläge für angemessen.

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Kommentar zu „Nicht für jeden Preis“

Das im M-Magazinbeitrag „Nicht für jeden Preis“ erwähnte Verbandsklagerecht hat mittlerweile Eingang ins Urheberrechtsgesetz (UrhG) gefunden. Allerdings ist ein Verbandsklagerecht ohne Verbandsauskunftsrecht reine Kosmetik. Was nützt dieses Recht, wenn … Weiterlesen