„Nichts scheut ein Zeitungsverlag mehr als Öffentlichkeit“

Warum die Eßlinger Zeitung (größtenteils) nach Vergütungsregeln zahlt

EIN ERFAHRUNGSBERICHT VON GESA VON LEESEN

Als Anfang 2010 die Vergütungsregeln Wort in Kraft traten, diskutierten die freien MitarbeiterInnen der Eßlinger Zeitung (EZ) bei einem ihrer Stammtische darüber. Würde die EZ von sich aus zahlen? Immerhin war die Verlegerin der EZ, Christine Bechtle-Kobarg, im Vorstand des Südwestdeutschen Zeitungsverlegerverbandes. Dessen Bundesverband hatte die Abmachung mit der dju in Ver.di und dem DJV ja unterzeichnet. Aber – wenig überraschend – die EZ tat es nicht. Also überlegten wir (etwa zwanzig Leute), wie wir an das uns zustehende Geld kommen könnten. … Weiterlesen

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Erster Erfahrungsbericht geht online

Am Tag der Pressefreiheit (03.05.2016) denken viele an Journalisten, die in fernen, fremden Ländern in ihrer Arbeit behindert werden. Doch es gibt noch andere Probleme, mit denen Journalisten zu kämpfen haben – und zwar mitten in Europa. In Deutschland werden seit Jahren zahlreiche hauptberuflich freie Journalisten nicht nach geltendem Recht bezahlt. Doch darüber hört man (fast) nichts. Die sonst so offensiv Stellung beziehenden Zeitungen schweigen sich darüber aus. Es wird Zeit, diesem Problem eine Öffentlichkeit zu geben. Die Seite verguetungsregeln.wordpress.com veröffentlicht deshalb ihren ersten Erfahrungsbericht zum Thema Vergütungsregeln an Tageszeitungen zu einem Fall beim Reutlinger General-Anzeiger (GEA).