Ruhr Nachrichten müssen 45 000 Euro Honorar nachzahlen

Grandioser Sieg nach drei Jahre langem Rechtsstreit

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamm bestätigt, das einem freien Sportjournalisten, […] eine Honorarnachzahlung in Höhe von 45.000 Euro zugesprochen hatte. Grundlage […] sind die […] gemeinsamen Vergütungsregeln für Freie […].

Das berichtet das Medien-Magazin „Meedia“ in einem Artikel von Marvin Schade vom 07.04.2017.

Zum vollständigen Artikel auf meedia.de

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Wildeshauser Zeitung und Kreiszeitung Syke unterliegen im Honorarstreit

Nachdem sie Gespräche und außergerichtliche Bemühungen ignorierten, müssen Wildeshauser Zeitung (WZ) und Kreiszeitung Syke (Mediengruppe Kreiszeitung, MK) bis zu fünfstellige Honorarnachzahlungen leisten. Warum es sich lohnt, Verlage in die Pflicht zu nehmen und welche Risiken das birgt.

EIN ERFAHRUNGSBERICHT VON MARTIN SIEMER

Ob ich ein guter Journalist bin, das mögen andere beurteilen. Ich schreibe jedoch seit eineinhalb Jahrzehnten für verschiedene große Lokalzeitungen in der Region Oldenburg-Bremen – mit allem was dazu gehört: Kommunalpolitik, Wirtschaft, Kultur und Vereinsleben. In dieser Zeit habe ich erlebt, wie freie Journalisten im Lokalen mit Honoraren abgespeist werden, die nicht einmal den Mindestlohnansprüchen genügen. Eine dreistündige Ratssitzung bringt 200 Zeilen, die wiederum mit 40 Euro vergütet werden. Vorbereitungszeiten und die Zeit, die das sorgfältige Schreiben benötigt, sind damit ebenfalls abgegolten. Rechnet man insgesamt fünf Stunden Aufwand für den Artikel, bleibt ein Stundenlohn von 8 Euro – brutto versteht sich. Denn alle Kosten für Sozialversicherung, Technik oder Reisekosten, die mir als freiem Journalisten entstehen, trage ich selbst.

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Schlussfolgerungen aus der Honorarklage gegen den Tagblatt Anzeiger

Verlag und Gericht haben unserer Ansicht nach in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich zur Abwertung und zum Ausverkauf journalistischer Arbeit beigetragen.

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Analyse des Verfahrens gegen den Tagblatt Anzeiger

Einordnung und Bewertung

Wir haben nachgerechnet, welche Auswirkungen es gehabt hätte, wenn die Richter ihre Bewertungen und Einschätzungen direkt angewandt hätten.

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Verhandlung einer Honorarklage gegen den Tagblatt Anzeiger

Hausschild, Landgericht Stuttgart, Zivilgerichtssäle, Werastraße 4, Stuttgart 2016. Foto: Martin Schreier
Landgericht Stuttgart, Zivilgerichtssäle, Werastraße 4, Stuttgart 2016. Foto: Martin Schreier

Dienstag, 8. November 2016, Tag des Gerichtstermins

Die 17. Zivilgerichtskammer des Landgerichts Stuttgart tagt in einem Ausweichquartier in der Werastraße 4. Der Verhandlungssaal ähnelt einem Behördenbüro. Das Mobiliar ist einfach und in die Jahre gekommen. Vorm Fenster und mit Tageslicht im Rücken sitzen die Richter. … Weiterlesen

„Nie wieder für ein Anzeigenblatt“

Tagblatt Anzeiger. Foto: Martin Schreier
Tagblatt Anzeiger. Foto: Martin Schreier

Seit rund 18 Jahren arbeitet sie als Journalistin. Fünf davon als hauptberuflich Freie für den Tagblatt Anzeiger (TA). In dieser Zeit schrieb sie mehrere hundert Artikel (Berichte, Reportagen, Interviews) und lieferte Fotos in ähnlicher Größenordnung. … Weiterlesen

Kräftige Abschläge für freie Journalisten von Anzeigenblättern

Auf welche Honorarsätze haben freiberufliche Journalisten gegenüber Anzeigenblättern Anspruch? Gelten die Gemeinsamen Vergütungsregeln für hauptberufliche freie Journalisten von Tageszeitungen auch bei Anzeigenblättern? Nicht direkt. Das zeigen zwei Verfahren an den Landgerichten in Düsseldorf und Stuttgart. Beide ziehen die Vergütungsregeln zwar zur Orientierung heran – halten aber kräftige Abschläge für angemessen.

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