„Wegducken geht nicht“

Was hat Sie trotz der drohenden Konsequenz, nicht mehr länger für den Reutlinger General-Anzeiger arbeiten zu dürfen, zu der Klage bewogen? […] Legen Journalisten ihre vermeintlich kritische Haltung ab, wenn es um Regelverstöße bei der eigenen Bezahlung geht? […] Wie beurteilen Sie das Vorgehen [des BDZV, der die Gemeinsamen Vergütungsregeln gekündigt hat]?

Diese und weitere Fragen stellt Leonie Gubela für die DJV-Zeitschrift „Journalist – Das Medienmagazin“, in der Ausgabe April 2017 auf Seite 25. Das Interview ist nur in gedruckter Form erschienen. Doch von der Autorin gibt es auf Twitter eine kleine Vorschau.

 

Ruhr Nachrichten müssen 45 000 Euro Honorar nachzahlen

Grandioser Sieg nach drei Jahre langem Rechtsstreit

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamm bestätigt, das einem freien Sportjournalisten, […] eine Honorarnachzahlung in Höhe von 45.000 Euro zugesprochen hatte. Grundlage […] sind die […] gemeinsamen Vergütungsregeln für Freie […].

Das berichtet das Medien-Magazin „Meedia“ in einem Artikel von Marvin Schade vom 07.04.2017.

Zum vollständigen Artikel auf meedia.de

Wildeshauser Zeitung und Kreiszeitung Syke unterliegen im Honorarstreit

Nachdem sie Gespräche und außergerichtliche Bemühungen ignorierten, müssen Wildeshauser Zeitung (WZ) und Kreiszeitung Syke (Mediengruppe Kreiszeitung, MK) bis zu fünfstellige Honorarnachzahlungen leisten. Warum es sich lohnt, Verlage in die Pflicht zu nehmen und welche Risiken das birgt.

EIN ERFAHRUNGSBERICHT VON MARTIN SIEMER

Ob ich ein guter Journalist bin, das mögen andere beurteilen. Ich schreibe jedoch seit eineinhalb Jahrzehnten für verschiedene große Lokalzeitungen in der Region Oldenburg-Bremen – mit allem was dazu gehört: Kommunalpolitik, Wirtschaft, Kultur und Vereinsleben. In dieser Zeit habe ich erlebt, wie freie Journalisten im Lokalen mit Honoraren abgespeist werden, die nicht einmal den Mindestlohnansprüchen genügen. Eine dreistündige Ratssitzung bringt 200 Zeilen, die wiederum mit 40 Euro vergütet werden. Vorbereitungszeiten und die Zeit, die das sorgfältige Schreiben benötigt, sind damit ebenfalls abgegolten. Rechnet man insgesamt fünf Stunden Aufwand für den Artikel, bleibt ein Stundenlohn von 8 Euro – brutto versteht sich. Denn alle Kosten für Sozialversicherung, Technik oder Reisekosten, die mir als freiem Journalisten entstehen, trage ich selbst.

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Urteil – Wildeshauser Zeitung

Das Urteil im Wortlaut

(einige Angaben mit XXX anonymisiert)

Text wird noch erstellt. Siehe vorerst unten angefügte Bilddateien. Zur größeren Darstellung bitte anklicken.

 


Mehr zur Honorarklage gegen die Wildeshauser Zeitung

Erfahrungsbericht von Martin Siemer: Wildeshauser Zeitung und Kreiszeitung Syke unterliegen im Honorarstreit