Schlussfolgerungen aus der Honorarklage gegen den Tagblatt Anzeiger

Verlag und Gericht haben unserer Ansicht nach in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich zur Abwertung und zum Ausverkauf journalistischer Arbeit beigetragen.

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Analyse des Verfahrens gegen den Tagblatt Anzeiger

Einordnung und Bewertung

Wir haben nachgerechnet, welche Auswirkungen es gehabt hätte, wenn die Richter ihre Bewertungen und Einschätzungen direkt angewandt hätten.

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Verhandlung einer Honorarklage gegen den Tagblatt Anzeiger

Hausschild, Landgericht Stuttgart, Zivilgerichtssäle, Werastraße 4, Stuttgart 2016. Foto: Martin Schreier
Landgericht Stuttgart, Zivilgerichtssäle, Werastraße 4, Stuttgart 2016. Foto: Martin Schreier

Dienstag, 8. November 2016, Tag des Gerichtstermins

Die 17. Zivilgerichtskammer des Landgerichts Stuttgart tagt in einem Ausweichquartier in der Werastraße 4. Der Verhandlungssaal ähnelt einem Behördenbüro. Das Mobiliar ist einfach und in die Jahre gekommen. Vorm Fenster und mit Tageslicht im Rücken sitzen die Richter. … Weiterlesen

„Nie wieder für ein Anzeigenblatt“

Tagblatt Anzeiger. Foto: Martin Schreier
Tagblatt Anzeiger. Foto: Martin Schreier

Seit rund 18 Jahren arbeitet sie als Journalistin. Fünf davon als hauptberuflich Freie für den Tagblatt Anzeiger (TA). In dieser Zeit schrieb sie mehrere hundert Artikel (Berichte, Reportagen, Interviews) und lieferte Fotos in ähnlicher Größenordnung. … Weiterlesen

Kräftige Abschläge für freie Journalisten von Anzeigenblättern

Auf welche Honorarsätze haben freiberufliche Journalisten gegenüber Anzeigenblättern Anspruch? Gelten die Gemeinsamen Vergütungsregeln für hauptberufliche freie Journalisten von Tageszeitungen auch bei Anzeigenblättern? Nicht direkt. Das zeigen zwei Verfahren an den Landgerichten in Düsseldorf und Stuttgart. Beide ziehen die Vergütungsregeln zwar zur Orientierung heran – halten aber kräftige Abschläge für angemessen.

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Vergleich – Tagblatt Anzeiger

Vergleichstext im Wortlaut

(Einige Angaben auf Wunsch der Klägerin anonymisiert):

 

Az.: 17 O 827/16

Landgericht Stuttgart

Protokoll

aufgenommen  in der öffentlichen Sitzung des Landgerichts Stuttgart, 17. Zivilgerichtskammer, am Dienstag, 08.11.2016 in Stuttgart

Gegenwärtig:
Vorsitzender Richter am  Landgericht Rzymann
als Vorsitzender

Richter am Landgericht Dr. Tausch

Richter Fähnle

Von der Zuziehung eines Protokollführers gem. § 159 Abs. 1 ZPO wurde abgesehen.

 

In dem Rechtsstreit

XXX
– Klägerin –

Prozessbevollmächtigte:
Rechtsanwälte Anwaltskanzlei am Arsenalplatz Streit, Götz, Chromik, Arsenalplatz 1, 71638 Ludwigsburg, Gz.: 15/0533/AR/MC

gegen

Schwäbisches Tagblatt GmbH, vertreten durch d. Geschäftsführer Alexander Frate, Uhlandstraße 2, 72072 Tübingen
– Beklagte –

Prozessbevollmächtigte:
Rechtsanwälte Schelling & Partner, Königstraße 84, 70173 Stuttgart, Gz.: 1704/15 d

wegen Vergütungsforderungen

 

erscheinen bei Aufruf der Sache

1. Klägerseite

  • Klägerin XXX
  • Rechtsanwalt Chromik

2. Beklagtenseite:

  • Herr Dr. Waldenmaier, Verlagsleiter der Beklagten
  • Rechtsanwalt Dr. Gramlich

 

Die Parteien schließen folgenden

Vergleich:

  1. Die Beklagte verpflichtet sich an die Klägerin 7.500,00 € zu zahlen. Der Betrag ist am 01.12.2016 fällig und ab diesem Zeitpunkt mit 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz zu verzinsen.Damit sind alle Ansprüche zwischen den Parteien erledigt, egal ob bekannt oder unbekannt.
  2. Von den Kosten des Rechtsstreits tragen die Klägerin 3/4, die Beklagte 1/4.

Vorgespielt und genehmigt.

Beschlossen und verkündet.

der Streitwert wird auf bis 30.000,00 € festgesetzt.

Der Vergleich hat einen Mehrwert von 5.000,00 €.

 

Rzymann
Vorsitzender Richter am Landgericht

Aydemir, JFAng’e
als Urkundenbeamtin der Geschäftsstellezugleich für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Übertragung vom Tonträger

Ausgefertigt Stuttgart, den 10.11.2016
Urkundenbeamter der Geschäftsstelle des Landgerichts

 

 


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